Als Philosoph und einer der populärsten Schrift-Skeptiker überhaupt traute Platon (* Athen 427 v. Chr. – † Athen 347 v. Chr.) der Schrift lediglich eine Notizfunktion für die eigenen Gedanken zu. In seinem Werk Phaidros setzt er sich mit dieser Thematik auseinander.
Eine Schrift könne niemals einen Lehrer ersetzen, der uns – im Gegensatz zu den starren Zeichen – Rede und Antwort stehen kann, findet Platon. Genauso wenig kann sich Niedergeschriebenes gegen falsche Auslegung wehren oder zusätzliche Informationen geben.
Außerdem bemängelte Platon, dass die Schrift – getarnt als vermeintliche Gedächtnisstütze – die Seele ins Vergessen treibe, das Gedächtnis verkümmere durch sie.
Wer kennt das nicht? Das Gehirn wird immer mehr von gedächtnisstützenden Post-its oder auch von digitalen (Hand)Helden “unterstützt”. Endzeitstimmung im Sinne Platons.
Wenn Platon aber der Ansicht war, dass die Schrift niemals als Quelle der Erkenntnis dienen dürfe, da notwendige Informationen unter Umständen fehlen oder missverstanden würden, wie konnte er dann in seinen Werken seine Thesen verbreiten?
Den größtmöglichen Kompromiss, den Platon einzugehen bereit war, ist das Verfassen seiner Schriften in Dialogform. So kam es nicht selten vor, dass er in seinen Schriften seinen Lehrer Sokrates mit verschiedenen Dialogpartnern philosophische Gespräche führen und so dem Leser das höchstmögliche Maß an Informationen zukommen ließ.
Der Animationsfilm Platonische Evolution visualisiert im dokumentarischen Stil Platons Theorie über die Verwendung der Schrift. Dabei steht der künstlerische Aspekt im Vordergrund und bietet viel Freiraum für eigene Interpretationen.

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[...] Der Animationsfilm Platonische Evolution visualisiert im dokumentarischen Stil Platons Theorie über die Verwendung der Schrift. Dabei steht der künstlerische Aspekt im Vordergrund und bietet viel Freiraum für eigene Interpretationen.” Quelle: mediendenken.de [...]