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	<title>Mediendenken.de &#187; de certeau</title>
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	<description>Medientheorie 3.0</description>
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		<title>Ich denke Bild, wenn ich Wort höre.</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 20:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Apel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einführungskurs]]></category>
		<category><![CDATA[de certeau]]></category>
		<category><![CDATA[konsument]]></category>
		<category><![CDATA[zweckentfremdung]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen nutzen Dinge jenseits ihrer ursprünglich angedachten Funktion. Sie entfremden und schaffen dadurch Neues. Der vorgegebene Zweck tritt in den Hintergrund und man selbst trägt zu einer sekundären Produktion bei.
Der französische Soziologe, Historiker und Kulturphilosoph Michel de Certeau setzt sich in seinem Werk »Die Kunst des Handelns« unter anderem mit diesem Phänomen auseinander. Er ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen nutzen Dinge jenseits ihrer ursprünglich angedachten Funktion. Sie entfremden und schaffen dadurch Neues. Der vorgegebene Zweck tritt in den Hintergrund und man selbst trägt zu einer sekundären Produktion bei.</p>
<p>Der französische Soziologe, Historiker und Kulturphilosoph Michel de Certeau setzt sich in seinem Werk »Die Kunst des Handelns« unter anderem mit diesem Phänomen auseinander. Er ist der Meinung, dass jedes Individuum anders wahrnehme, d.h. dass die vorgegebene Codierung von jedem anders decodiert wird.<br />
<span id="more-1775"></span><br />
Entgegen vielen anderen Ansätzen wehrt er sich damit gegen die Auffassung, der Mensch sei ein passiver Konsument und reflektiere weder das Konsumierte, noch sein eigenes Konsumverhalten. De Certeau ist es wichtig zu zeigen, dass diese Zweckentfremdung in jeder Gesellschaftsschicht, jedem Produktionsgebiet, jeder Situation menschlichen Beisammenseins und vor allem auch jeder Altersgruppe stattfindet. De Certeau sieht also jeden Menschen, der seine Umwelt aktiv gestaltet, als Produzenten. Dabei ist natürlich nicht jeder gleich in seiner Vorgehensweise. Zweckentfremdungen sind mittlerweile häufig fest mit Gegenständen verbunden, wie etwa das Handy, das als MP3-Player funktioniert. Viel mit Eigeninitiative hat dies nicht mehr zu tun. Wie viel und wie stark Personen Gegenstände verändern, hängt von der jeweiligen Fantasie und Abstraktionsfähigkeit ab.</p>
<p>Jeder kann instinktiv Dinge anders nutzen. Das würde bedeuten, dass jeder Mensch mit der Gabe geboren wird zweckzuentfremden. Was tun Kinder sobald sie krabbeln können? Werden nicht dort schon Dinge dieser Welt verändert? Individuell, instinktiv genutzt?</p>
<p>Was habt ihr als Kinder gemacht? Mit Kochlöffeln Schlagzeug gespielt? Auf der Plastiktüte jauchzend den Berg runter, wenn alles weiß war? Seid ihr auch Treppengeländer hinuntergerutscht, weil es sonst doch viel zu langweilig gewesen wäre?</p>
<p>Ausgehend von diesen Fragen sind mir viele Situationen in den Kopf gekommen, die mir mein kindliches Verhalten vor Augen geführt haben. Was ich alles zweckentfremdet habe, um ein kleines Stück die Welt der Erwachsenen für mich zu erobern &#8211; wenn auch nur um der Langeweile zu entkommen.</p>
<p>In meiner Arbeit habe ich versucht die Zweckentfremdung in den Mittelpunkt zu stellen.</p>
<p>Mein Ziel war es, von den einzelnen Beispielen der kindlichen Umnutzung, über den Buchstaben, der primär Zeichen und nicht Zeichnung ist, zum Endergebnis Bild zu kommen. Der ursprüngliche Instinkt zur Zweckentfremdung wird visuell dargestellt.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><a href="http://gonzo.uni-weimar.de/~luri6864/1.mov">Ich denke Bild, wenn ich Wort höre</a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #551a8b; text-decoration: underline;"><br />
</span></p>
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		<title>Zweckentfremdung von Gegenständen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 20:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebecca Stoehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einführungskurs]]></category>
		<category><![CDATA[de certeau]]></category>
		<category><![CDATA[zweckentfremdung]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Ding hat einen Zweck. Doch kann man diesen Zweck und Sinn, ganz ohne dieses Ding zu fragen,
in einen komplett anderen für uns übertragen.
Wir geben den Dingen einen neuen Sinn und mit Kreativität ist der ursprüngliche Gedanke des Produzenten zwar hin,
doch wir erzielen so den für uns besten Gewinn.

Indem wir den Nutzen selbst neu bestimmen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Ding hat einen Zweck. Doch kann man diesen Zweck und Sinn, ganz ohne dieses Ding zu fragen,<br />
in einen komplett anderen für uns übertragen.</p>
<p>Wir geben den Dingen einen neuen Sinn und mit Kreativität ist der ursprüngliche Gedanke des Produzenten zwar hin,<br />
doch wir erzielen so den für uns besten Gewinn.</p>
<p><span id="more-1376"></span></p>
<p>Indem wir den Nutzen selbst neu bestimmen, können wir uns, wir kleinen Rebellen,<br />
gegen die Macht der Produktion und Industrie stellen.</p>
<p>Laut De Certeau ist „Strategie“ die Nutzungsweise, welche uns das Unternehmen vorschreibt.<br />
„Taktik“ wiederum beschreibt die individuelle Handhabung, welche uns zum Aufstand gegen die hohe Macht der Industrie treibt.</p>
<p>Ist ein Mensch sehr kreativ, und will viel Neues ausprobieren,<br />
wird er sicher intensiv, Gegenstände Individualisieren.</p>
<p>Mit dieser Zweckentfremdung drücken wir unsere Unzufriedenheit aus,<br />
wir äußern Kritik an dem Produkt und machen für uns das Beste draus.</p>
<p>Doch oft findet man gut, was man bei jemand anderem sieht,<br />
macht es nach und das Ende vom Lied:</p>
<p>aus dem Einzelfall ist ein Standart entstanden<br />
und ist fast überall zu finden, bei Kollegen, Freunden oder Verwandten.</p>
<p>Mit so einem Standard man doch auch etwas Individuelles sein kann,<br />
gehört man so doch automatisch einer bestimmten Alters- oder Geschmacks-Gruppe an.</p>
<p>Mein Beispiel dazu, mich bringt die Vorstellung zum Lachen –<br />
Die vornehme Dame würde eine Bierflasche nie mit dem Feuerzeug aufmachen!</p>
<p>Und ob ein Taschentuch hat große Beschwerden,<br />
weil es Angst hat, benutzt zu werden,</p>
<p>ob eine Bierflasche Speichel als ekelhaft empfindet<br />
und ob sie ihrer Pflicht entschwindet,</p>
<p>warum das Taschentuch sich inspiriert beim Bier,<br />
all das seht ihr im Video hier:</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/RaWo_HuZ7f4&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/RaWo_HuZ7f4&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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