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	<title>Mediendenken.de &#187; Foucault</title>
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		<title>Kochen mit Foucault</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 22:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Zwiener</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einführungskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Apriori]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie des Wissens]]></category>
		<category><![CDATA[Diskursanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Foucault]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele kennen den französischen Philosoph Michel Foucault für Werke wie Archäologie des Wissens, Die Ordnung der Dinge oder Wahnsinn und Gesellschaft. Aber nur wenige wissen von Foucaults Leidenschaft für das Kochen. Tatsächlich servierte er in seiner wöchentlich ausgestrahlten Show Kochen mit Foucault jedoch philosophische, psychologische sowie soziologische Raffinessen, gewürzt mit neuartigen Denkansätzen.Besonders kompliziert ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele kennen den französischen Philosoph Michel Foucault für Werke wie <em>Archäologie des Wissens</em>, <em>Die Ordnung der Dinge</em> oder <em>Wahnsinn und Gesellschaft</em>. Aber nur wenige wissen von Foucaults Leidenschaft für das Kochen. Tatsächlich servierte er in seiner wöchentlich ausgestrahlten Show <em>Kochen mit Foucault</em> jedoch philosophische, psychologische sowie soziologische Raffinessen, gewürzt mit neuartigen Denkansätzen.<span id="more-1268"></span>Besonders kompliziert ist das Rezept für Wissenschaften, da Wissen einer besonders aufwendigen Zubereitung bedarf. Der Grund dafür ist vor allem, dass man es bei der diskursiven Praxis mit schwer fassbaren Zutaten wie zum Beispiel dem ›historischen Apriori‹ zu tun hat. Und das kann man nicht ohne Weiteres mit anderen Ingredienzien in einem Topf vermischen. Vielmehr muss man sich erst einmal vor Augen halten, was es damit überhaupt auf sich hat – nämlich ein Bündel von Bedingungen, das vor jedem Kochprozess steht und die Produktauswahl beeinflusst.<br />
Foucault kreierte mit seiner Diskursanalyse eine bis heute bedeutende Herangehensweise, denn es steht nicht mehr im Mittelpunkt, was in den Topf kommt, sondern unter welchen Bedingungen es dazu gekommen ist. Man nehme also mehrere unterschiedliche Aussagen, sortiere diese nach bestimmten Kriterien (z.B. Aussageabsicht, Thema, Wortwahl…) zu diskursiven Formationen und verdichte diese wiederum zu einem Diskurs mit typischem Geschmack. Diese sogenannte ›Positivität‹ eines Diskurses wird vom ›historischen Apriori‹ vorgegeben, das allen Aussagen vorausgeht. Anschließend füge man dem Diskurs noch weitere Diskurse hinzu, sodass man ein sämiges Archiv erhält. Damit meint Foucault das übergeordnete System, welches Aussagen als Ereignisse definiert, die unter bestimmten Umständen überhaupt erst entstehen können. Am Ende der diskursiven Praxis erhält man schmackhaftes Wissen. Garniert und fein angerichtet ergibt sich daraus die Wissenschaft. Zum Nachkochen empfiehlt sich übrigens der Mitschnitt aus »Kochen mit Foucault«.</p>
<p>Guten Appetit!</p>
<div><a href="http://de.youtube.com/watch?v=M2vfyAE-Ko8"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-1374" title="Kochen mit Foucault auf YouTube" src="http://assets.mediendenken.de/uploads/2008/11/screenshot2-170x150.jpg" alt="" width="170" height="150" /></a></div>
<div><span style="font-size: small; font-family: Andale Sans;"><span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Andale Sans&quot;; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;"> </span></span></div>
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		<title>1.5 A(priori) propos</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 17:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Foucault]]></category>

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		<description><![CDATA[Michel Foucault und der Diskurs der Medien
Geisteswissenschaftlicher Sammelbegriff (6 Buchstaben): M _ _ _ E _
Körper, Buchdruck, Radio, Kleidung, Licht, Liebe, Relais, Auto, Perspektive, Literatur, Theater, Werkzeug, Bild/Schrift/Zahl, Kunst, Post, frühzeitliche Register für Hochwasser und Sternenstand, Wahrsager, Stimme, Holzschnitt, Rechner, Mikroskop, Waffe, Wasser, Hardwaresystem, Flugzeug, Brieftaube, Tanz, Photographie, Schallplatte, Geld, Film, Presse, Brille, Schreibmaschine, Grenzstein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Michel Foucault und der Diskurs der Medien</h2>
<p><strong>Geisteswissenschaftlicher Sammelbegriff (6 Buchstaben): M _ _ _ E _</strong><br />
Körper, Buchdruck, Radio, Kleidung, Licht, Liebe, Relais, Auto, Perspektive, Literatur, Theater, Werkzeug, Bild/Schrift/Zahl, Kunst, Post, frühzeitliche Register für Hochwasser und Sternenstand, Wahrsager, Stimme, Holzschnitt, Rechner, Mikroskop, Waffe, Wasser, Hardwaresystem, Flugzeug, Brieftaube, Tanz, Photographie, Schallplatte, Geld, Film, Presse, Brille, Schreibmaschine, Grenzstein, Satellitennavigationssystem, Megaphon, Elektrifizierung, Kunst, Grammophon, Füller, Telephon, Videospiel, Fernsehen und Sprache &#8230; oder einfach nur Medien?!<span id="more-1012"></span><br />
Ob Technologie oder Kommunikationsmittel, Apparatur oder symbolische Form, Instrument oder Darstellungsraum, Artefakt oder Institution, Gattung oder Grundstoff, nichts scheint gegen das Medium-Sein gefeit! Doch was auf den ersten Blick chaotisch anmutet, hat Methode bzw. ein gemeinsames Fundament. Auch wenn man ein wenig tiefer graben muss, um dieses freizulegen.</p>
<p><strong>Nicht davor und nicht danach (10 Buchstaben): D _ Z _ _ _ _ _ _ _</strong><br />
Tatsächlich sind die Medien, von denen wir tagtäglich hören und über die sich mittlerweile jeder auszulassen weiß, nämlich nur die Spitze eines Eisbergs an Bedeutungen. Der besteht aus den unzähligen Bedeutungen, die sich im Laufe der Zeit abgelagert haben und die stets aufs Neue die Diskussion darüber entfachen, was unter ›Medium‹ bzw. ›Medien‹ zu verstehen sei. Obwohl der Begriff inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil unseres alltäglichen Wortschatzes zu sein scheint, sollten wir uns besser vergewissern, ob alle tatsächlich dasselbe meinen, wenn von Medien die Rede ist.<br />
Der Terminus ›Medien‹ wird zwar erst Ende der 1960er Jahre geläufig, mit Verbreitung der sogenannten ›Massenmedien‹. Sein singulärer Bruder, ›das Medium‹, blickt jedoch auf eine lange Tradition zurück, die nur bedingt etwas mit Fernsehen, Radio, Presse, Telephon, Internet, also mit Massenkommunikationsmitteln, zu tun hat. Das lateinische medium heißt Mitte oder Mittleres und steht für Vermittlung und Vermittler &#8211; ist also irgendwie dazwischen, statt nur dabei. Und dieses ›Irgendwie‹ beschäftigt die Welt nicht erst seit gestern, wie die philosophische Tradition des Begriffes beweist. Schon die Wahrnehmungstheorie der Antike widmete sich dem Medium als Stofflichkeit, in der ›irgendwie‹ Anschauung geschieht.</p>
<div class="bookpfeil">Den aisthetischen, d.h. wahrnehmungstheoretischen Ursprüngen des ›Mediums‹ spürt Alles Medium oder was nach.</div>
<p>Die Sprachtheorie des 18. Jahrhunderts untersuchte die Sprache als Medium des Denkens, in dem ›irgendwie‹ Gedanken zu einer Präsenz kommen. Und spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts rückte unter anderem mit der Verbreitung von Photographie und Telegraphie der technische Aspekt eines Mediums in den Vordergrund, das ›irgendwie‹ Übertragung ermöglicht.</p>
<div class="bookpfeil">Auf die Geschichte des Medienbegriffs geht u.a. Dieter Mersch in der Einleitung seines Einführungsbandes näher ein. Mersch, Dieter, Medientheorien zur Einführung, Hamburg 2006, S. 9-17.</div>
<p>Bevor ›die Medien‹ also zu einem gesellschaftlichen Thema avancierten, hatte ›das Medium‹ demnach bereits eine beachtliche interdisziplinäre Karriere hinter sich.</p>
<p>Dass wir heute mit beiden Begriffen eher Kommunikation, Interaktion und Information denn Materialität oder Darstellung verbinden, verdanken wir nicht zuletzt dem Begriff der ›Massenmedien‹. Und den hat uns die US-amerikanische Kommunikationsforschung und deren technisch orientierter Medienbegriff beschert.</p>
<div class="bookklammer">Rainer Leschke nennt diesen Medienbegriff daher einen »Reimport« aus Amerika, genauer aus Forschungen zu den mass media, wie sie etwa Paul F. Lazarsfeld oder Harold D. Laswell anstellten. Ausführlich erklärt er den Sachverhalt im Kapitel Von den Anfängen der Medienwissenschaften. Leschke, Rainer, Einführung in die Medientheorie, München 2003, S. 9-12, hier S. 10.</div>
<p>Doch während diese in den 1940-1950er Jahren die Effekte der Medien rein statistisch zu evaluieren versuchte, taten sich anderenorts längst weniger pragmatische Medien-Perspektiven auf.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch <a href="http://mediendenken.de/buch/">Was mit Medien. Theorie in 15 Sachgeschichten</a>.</p>
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