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Selbstreferentielle Comedy – „Castle“ von ABC

In der neuen Serie „Castle“ von ABC (IMDB Link hier) verbinden sich mehrere Formate, die man normalerweise nicht miteinander in Verbindung bringen würde: Crime, Comedy und Sitcom. Ein erfolgreicher, populärkultureller Autor (Richard Castle, gespielt von Nathan Fillion) und eine Polizistin beim Morddezernat des NYPD (Kate Beckett, gespielt von Stana Katic), bilden das unwahrscheinliche Duo, das mit vereinten Kräften genauso unwahrscheinliche Mordfälle aufklärt.
So weit, so durchschnittlich. Doch was das Flair der Serie ausmacht ist nicht nur das extrem schnelle und auf Wortwitz getrimmte Scripting, sondern die mit viel Druck und schneller Musik vorangetriebene Montage. Schnelle Schnitte, schnelle Musik und mindestens drei Plot-Twists pro Folge, geben der Serie das Gefühl eines makabren Karnevals, der leicht außer Kontrolle geraten ist. Nicht nur die Morde, die dafür verantwortlich sein werden, dass „Castle“ diesen Herbst im späten 22h Slot (Eastern Time) zurückkehrt, sondern auch die zunehmend liebevollen Zankereien der beiden Protagonisten sorgen dafür, dass die Serie als guter Vertreter der seichteren Unterhaltungssparte einen erneuten Platz in der Senderplanung erhalten hat. Mehr »

Der Aufstand der Dinge

Es war die heiße Phase eines Fußballspiels in der 83. Minute. Uefa-Cup Halbfinale Rückspiel zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen. Der Hamburger Abwehrspieler Michael Gravgaard will den Ball zu seinem Torhüter zurückspielen – und verstolpert… Oder doch nicht? Der Kommentator begleitet wie immer die Bilder mit seinem laufenden Kommentar: „Und Gravgaard guckt entsetzt auf den sogenannten Rasen. Ja da lag noch irgend was… Irgend was Weißes war da im Weg“. Die Kamera schwenkt auf den kleinen weißen Gegenstand, den Gravgaard bereits mit einem Tritt vom Feld befördert hat. Es ist nicht genau zu erkennen, was da liegt. „Da ist es, das corpus delicti! Sieht aus wie Papier“, lässt der Kommentator erneut verlauten und läutet damit die steile Medienkarriere eines Gegenstandes ein, dem man eine solche nicht zugetraut hätte (den Clip auf YouTube findet Ihr hier ). Ehe der nächste Tag zu Ende geht, ist dieser kleine Gegenstand zu großem Ruhm gelangt: schicksalhafter Entscheider, Hassobjekt, Kleinod, Medienkuriosität, Museumsstück und Objekt zahlreicher Fälschungen. Wie kann ein solch unscheinbares Objekt eine derartige Kaskade von Reaktionen auslösen? Mehr »

Mediendenken.de auf der IKKM Eröffnung

Wir hatten die Chance das Buch und diese Website auf der feierlichen IKKM Eröffnung zu präsentieren, hier ein paar Bilder unseres Standes. Wir danken herzlich für die Einladung!

»Was ist ein Medium?«

Um diese Frage drehte sich Dezember 2005 eine hochkarätige Tagung in Weimar. Auf formatlabor.net finden sich die sehenswerten Antworten namhafter Medienwissenschaftler wie Natascha Adamowsky, Lorenz Engell, Wolfgang Ernst, Elena Esposito, Wolfgang Hagen, Sybille Krämer, Dieter Mersch, Stefan Rieger, Lambert Wiesing, Hartmut Winkler. Die Beiträge liegen sowohl als Video-Mitschnitte wie auch als Audio-Dateien vor.

GK 658: »Bild-Körper-Medium. Eine anthropologische Perspektive«

Das Graduiertenkolleg »Bild-Körper-Medium. Eine anthropologische Perspektive« an der staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe stellt nach eigener Aussage die Frage nach dem Bild als Frage nach dem Menschen, der Bilder erfindet und benutzt. Hierbei entwirft es eine Art »Mediologie mit Körperbezug«, die gleichermaßen Bild- und Medienwissenschaft gerecht werden soll.

Das Kolleg wird hochkarätig betreut. Es verfügt über mit interessante Publikationen und lädt zu sehenswerten Veranstaltungen ein. Beteiligt sind außerdem die Universitäten Basel, Fridericiana Karlsruhe, Universität Stuttgart und die Ruprecht-Karl-Universität Heidelberg

GK 1020: »Mediale Historiographien«

Das Graduiertenkolleg »Mediale Historiographien«, getragen von der Bauhaus Universität Weimar, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Erfurt, erörtert die Beziehung zwischen Medien und Geschichte, genauer, zwischen Geschichte der Medien und Medien der Geschichtsschreibung. Dabei setzt es an bei den großen Medienumbrüchen des 19. Jahrhunderts sowie der Entstehung moderner Geschichtsbegriffe gegen Ende des 18. Jahrhunderts.

SFB/FK 615: »Medienumbrüche«

Das kulturwissenschaftliche Forschungskolleg »Medienumbrüche« der Universität Siegen erforscht und vergleicht die jeweiligen Medienumbrüche zu Beginn des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei untersucht es ihre Bedeutung für analoge bzw. digitale Medienkulturen – etwa unter medienästhetischen Gesichtspunkten, hinsichtlich technologischer Aspekte oder mit Hilfe anthropologischer, kulturhistorischer und literaturwissenschaftlicher Fragestellungen.

Das Forschungskolleg bietet neben interessanten Vorträgen und diversen Publikationen die Schriftenreihe »Medienumbrüche« sowie die Zeitschrift »Navigationen«.

SFB/FK 427: »Medien und kulturelle Kommunikation«

Das kulturwissenschaftliche Forschungskolleg »Medien und kulturelle Kommunikation« an der Uni Köln betrachtet Medienevolution und untersucht den Einfluss neuer Medialität auf die Kultur der Gesellschaft. Sein Fokus gilt medialen Differenzen und ihren Evidenzverfahren (Projektbereich A), Kommunikationskulturen als Politiken der Sichtbarkeit (Projektbereich B) und Mediendiskursen in ihrem Verhältnis zu Beobachter-Instituierung und Handlungsmacht (Projektbereich C).

Es bietet nicht nur interessante Veranstaltungen, die Schriftenreihe »Mediologie« und aktuelle Infopost sondern auch den Newsletter »Transkriptionen« sowie einige Vorträge auf dem eigenem Podcast.

 


Hörenswert: »Was waren Medien?«

Die »Medien-Frage« und mögliche Positionen. Friedrich Kittler oder Peter Weibel, Lorenz Engell und Hartmut Winkler – sie und viele mehr rekapitulieren 25 Jahre »Medien«. Online gestellt hat das Ganze Claus Pias. Das und noch vieles mehr …