Im Kapitel Was mit Medien geht es zunächst um die Frage, was Medien eigentlich sind!
Alles Medium oder was? begibt sich dafür per ›Navi‹ auf die Spuren Fritz Heiders – in eine Theoriewelt fernab von Massenmedien oder Medientechnik, dafür aber mit System und aisthetischem Leerstoff.
In Mein Medium und ich erfahren wir, Marshall-Prothesengott-McLuhan sei Dank, weshalb wir wie von Sinnen sind, wenn wir unser Handy verlegen, warum neue Medien uns schockieren und vor allem, was genau dies mit Temperaturschwankungen zu tun hat. Mehr
Das Buch
Einleitung & Inhaltsverzeichnis
1.1 Alles Medium oder Was
Fritz Heider von Medien umgeben
Nach 100 Metern rechts abbiegen.
Jetzt: rechts abbiegen.
Dem Straßenverlauf für 3,2 Kilometer folgen …
- Schön, wenn heute wenigstens einer an Bord weiß, wo’s langgeht!
1.2 Mein Medium und ich (Volltext)
Marshall McLuhan und seine Prothesen
Ein schöner Sonntagnachmittag, die Sonne scheint, du sitzt im Café und freust dich auf einen frisch gepressten Orangensaft. Noch schnell eine nette SMS an die beste Freundin, schließlich hast du dich schon eine ganze Weile nicht gemeldet.
Nur wo in dieser Riesentasche hat sich bloß diesmal das Handy versteckt?
Wühl. Kram … Taschentücher, Portemonnaie, Haustürschlüssel – kein Handy.
Erster Panikanflug.
Hast du es zu Hause liegen lassen? Oder, Gott bewahre, etwa verloren?
Totale Panikattacke.
O.K., wo hattest du es zum letzten Mal? War das noch heute oder wann?
Oje, oh nein! Fieberhaftes Suchen. Der Kampf: Mensch gegen Unordnung in Tasche. Die erste Träne kündigt sich an. Nicht aufgeben, weitersuchen! Andere Optionen checken: Hosentasche … Jackentasche … Innenseite – da ist es, Gott sei Dank! Freude. Endlose. Du bist wieder komplett Mehr
1.3 Geld oder Liebe
Talcott Parsons und Niklas Luhmann im Battle.
Das ist hier die Frage.
Beide Begriffe stehen hier für unterschiedliche Weisen, Medien zu definieren – jeweils vertreten durch einen bekannten Wissenschaftler im Bereich der Soziologie. Ring frei: Mehr
1.4 Von allen guten Geistern verlassen
Friedrich Kittler, Rächer der Medientechnik
1942: Japan befindet sich inmitten des Zweiten Weltkrieges. Zu allem Überfluss überschatten Sorgen an der heimischen Front die Kampfhandlungen: Während das japanische Kaiserreich die Japonisierung (nipponka) der unterworfenen asiatischen Regionen forciert, zeigt sich das eigene Volk ironischerweise von der westlichen Kultur und Lebensweise beeinflusst. Mehr
1.5 A(priori) propos
Michel Foucault und der Diskurs der Medien
Geisteswissenschaftlicher Sammelbegriff (6 Buchstaben): M _ _ _ E _
Körper, Buchdruck, Radio, Kleidung, Licht, Liebe, Relais, Auto, Perspektive, Literatur, Theater, Werkzeug, Bild/Schrift/Zahl, Kunst, Post, frühzeitliche Register für Hochwasser und Sternenstand, Wahrsager, Stimme, Holzschnitt, Rechner, Mikroskop, Waffe, Wasser, Hardwaresystem, Flugzeug, Brieftaube, Tanz, Photographie, Schallplatte, Geld, Film, Presse, Brille, Schreibmaschine, Grenzstein, Satellitennavigationssystem, Megaphon, Elektrifizierung, Kunst, Grammophon, Füller, Telephon, Videospiel, Fernsehen und Sprache … oder einfach nur Medien?! Mehr
2.1 Ich sehe was, was du nicht siehst
- nach konstruktivistischer Spielart
»Die Wolken? Du bist doch bescheuert, es gibt keine roten Wolken!«
»Wohl! Schau doch!«
»Farbenblind bist du! Das ist doch nicht rot!«
»Natürlich ist das … oh … äh, aber gerade war es wirklich rot! Ich schwör’!«
»Maaaaaama, Paul mooogelt!«
Terror auf der Rückbank statt ruhiggestelltem Nachwuchs – Ich sehe was, was du nicht siehst stiftet grundsätzlich immer Unfrieden! Mehr
3.1 Du bist Wissensgesellschaft
Eine mediologische Milieustudie mit Régis Debray
»Alle lieben Wikipedia!«, jubelt der stern. »Die Wikipedia ist eines der Leitmedien des
World Wide Web«, konstatiert DIE ZEIT. Und die Süddeutsche Zeitung erkennt in Wikipedia eine der wenigen »Gala-Vorstellungen« – inmitten von »Loser-Generated-Content«, »Relativität« und »Schwarmimpertinenz« des Web 2.0. Mehr
3.2 Fragmente einer Geschichte des Löschens
Ein Hoch auf das Vergessen mit Platon und Sigmund Freud
1. Briefe zur Post
2. Schuster
3. Ebay-Überweisung
4. Einwohnermeldeamt
5. Zahnpasta, Klopapier, Duschgel
6. Mama anrufen Mehr
